Die Idee
 

Was ist ein FSJ und ein Bundesfreiwilligendienst?

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) war u.a. eine Alternative zum Wehrdienst und zum Zivildienst durch das sich Jugendliche gesellschaftlich engagieren konnten. Seit der eingeleiteten Bundeswehrreform und der Abschaffung der Wehrpflicht wurde neben dem FSJ noch der Bundesfreiwilligendienst geschaffen. Beide Freiwilligendienste können in den Feldern Sport, Kultur, Denkmalpflege und eben auch in der Schule, wie bei fsj@school geleistet werden.

 

Was wir machen

Unsere Bundesfreiwilligen und FSJ’ler_innen arbeiten ein Jahr lang an Schulen in Berlin, wo sie Schülerinnen und Schüler dabei helfen, sich aktiv in ihre Angelegenheiten einzumischen, die Schüler/innenvertretung zu unterstützen und die zahlreichen Ideen mit der Schülerschaft in Projekten zu realisieren. Auf diese Weise gehen die Freiwilligen nicht nur dem schulischen Bildungsauftrag nach, sondern fungieren auch als Schulentwickler/innen. Hierbei stellen sie unter anderem das Bindeglied zwischen Schülerschaft und Lehrerschaft dar. Neben der schulinternen Arbeit soll es auch Ziel sein, den Sozialraum (Jugendklubs, Vereine, ...) aktiv in den Schulalltag einzubinden und somit sowohl das Lern- als auch Freizeitangebot zu erweitern. Weitere gesetzte Aufgaben stellen die Schulvernetzung und die politische Bildungsarbeit in der Schule und im Bezirk dar.

Nicht zuletzt sollen die Freiwilligen in diesem Jahr anhand der selbstformulierten und übernommenen Aufgaben sich selbst weiterentwickeln sowie die ersten Erfahrungen im zukünftigen Berufsleben sammeln.

Wir arbeiten auch mit einer Reihe von Kooperationspartner zusammen, deren Expertise für eure Arbeit genutzt werden kann. Letztlich soll nämlich auch den Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl von Angeboten außerschulische Akteure gemacht werden, um die Schule nach außen zu öffnen.

 

Geschichte

Die ideelle Grundlage für das Projekt fsj@school schuf ein ehemaliger Mitarbeiter des KINDERRING BERLIN e.V. Er initiierte ein Pilotprojekt in einem Kinder- und Jugendklub und legte somit die erforderlichen Weichen für die Ausweitung der Idee Richtung Schule. Die Voraussetzung für die Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) ermöglichte die Änderung des Zivildienstgesetzes im Jahre 2002, indem das FSJ als Ersatzdienst anerkannt wurde. Die endgültige Umsetzung des Projektes war nur durch die Trägerschaft des KINDERRING BERLIN e.V. möglich. Infolge dessen leisteten drei Abiturienten an ihrer ehemaligen Schule, der Kurt-Tucholsky-Oberschule erfolgreich das erste FSJ ab und bildeten die ideellen und praktischen Voraussetzungen für die Ausweitung des Projektes auf weitere Schulen. Das FSJ wurde ursprünglich mit dem wesentlichen Ziel bestritten, der Unterstützung und Umstrukturierung der Schülervertretung sowie Schaffung eines breiten Angebotes an Arbeitsgruppen. Ab 2004 expandierte das Projekt auf weitere Schulen und Jugendeinrichtungen, sodass gegenwärtig an dem Projekt 29 Freiwillige und 21 verschiedene Einrichtungen (Schulen, Jugendeinrichtungen, Bezirksämter) beteiligt sind. Das Projekt etablierte sich nicht nur im Großbezirk Pankow, sondern auch in anderen Berliner Bezirken. Der Schwerpunkt liegt jedoch nach wie vor auf dem Großbezirk Pankow. Demzufolge wird eine Vernetzung aller Pankower Schulen mit Jugendeinrichtungen sowie weiteren Institutionen angestrebt.


Stichpunkte

  • 2003 drei engagierte Schüler_innen beginnen ihr erstes „fsj@school“ an der Kurt-Tucholsky Oberschule, der KINDERRING BERLIN e.V. wird Träger der Projektidee und damit des FSJs
  • 2004 die nächste Generation beginnt ihr FSJ, zwei weitere Schulen kommen hinzu
  • 2005 2 ehemalige FSJ’ler bilden eine Koordination, die die FSJ’ler_innen bei ihrer Arbeit unterstützen
  • 2007 verschiedene schulübergreifende Aktionen entstehen, u. a. wird in dem Jahr das Festival zur Förderung von Offenheit und Toleranz im Bezirk Pankow initiiert; die Initiative Von SchülerInnen Für Alle (Vosifa)
  • 2009 es werden zahlreiche neue Kooperationspartner gefunden, u. a. das SV-Bildungswerk
  • 2010 29 FSJ’lern_innen beginnen ihr FSJ an 15 Berliner und Mecklenburg-Vorpommerner Schulen die Koordination erweitert sich auf 6 ehemaligen FSJ’ler_innen
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Aufgaben

Siehe dazu unter fsj@...!

 





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